Der Artikel untersucht die fesselnde biblische Geschichte von Tamar aus der Genesis, eine Geschichte, die Identität, Betrug und Anerkennung miteinander verwebt. Tamar, die von den gesellschaftlichen Normen ausgegrenzt wird, gibt sich listig als Hure aus, um ihre Abstammung durch ihren Schwiegervater Juda zu sichern. Diese strategische Täuschung, die von ihrem Streben nach Anerkennung und Kontinuität angetrieben wird, führt zur Geburt von Zwillingen, die sie eng mit der Genealogie Davids und später mit Jesus verbinden und ihre entscheidende Rolle bei der Gründung der jüdisch-christlichen Tradition hervorheben. Der Artikel befasst sich mit dem Kern der Erzählung und konzentriert sich dabei auf die visuellen Tricks und die entscheidenden Momente des Erkennens, in denen Tamars Verwandlung - von einer Witwe zu einer Hure - eine Schlüsselrolle spielt. Sie untersucht die vagen Details des Textes über Judas Unfähigkeit, Tamar zu erkennen, und schlägt Interpretationen vor, die im Laufe der Zeit sowohl Künstler als auch Gelehrte fasziniert haben. Die Untersuchung erstreckt sich auch auf die Darstellung dieser Erzählung in der christlichen Kunst, wobei der Artikel den Schleier als starkes Symbol für Tamars verborgene Identität herausstellt. Dieses Emblem der Verkleidung wird anhand verschiedener künstlerischer Darstellungen seziert und wirft ein Licht auf umfassendere Fragen zu Identität, Wahrnehmung und dem Wesen der Täuschung.

Das verschleierte Gesicht der Tamar: Semiotische Schichten in der biblischen Erzählung und der christlichen Kunst

Leone, Massimo
2024-01-01

Abstract

Der Artikel untersucht die fesselnde biblische Geschichte von Tamar aus der Genesis, eine Geschichte, die Identität, Betrug und Anerkennung miteinander verwebt. Tamar, die von den gesellschaftlichen Normen ausgegrenzt wird, gibt sich listig als Hure aus, um ihre Abstammung durch ihren Schwiegervater Juda zu sichern. Diese strategische Täuschung, die von ihrem Streben nach Anerkennung und Kontinuität angetrieben wird, führt zur Geburt von Zwillingen, die sie eng mit der Genealogie Davids und später mit Jesus verbinden und ihre entscheidende Rolle bei der Gründung der jüdisch-christlichen Tradition hervorheben. Der Artikel befasst sich mit dem Kern der Erzählung und konzentriert sich dabei auf die visuellen Tricks und die entscheidenden Momente des Erkennens, in denen Tamars Verwandlung - von einer Witwe zu einer Hure - eine Schlüsselrolle spielt. Sie untersucht die vagen Details des Textes über Judas Unfähigkeit, Tamar zu erkennen, und schlägt Interpretationen vor, die im Laufe der Zeit sowohl Künstler als auch Gelehrte fasziniert haben. Die Untersuchung erstreckt sich auch auf die Darstellung dieser Erzählung in der christlichen Kunst, wobei der Artikel den Schleier als starkes Symbol für Tamars verborgene Identität herausstellt. Dieses Emblem der Verkleidung wird anhand verschiedener künstlerischer Darstellungen seziert und wirft ein Licht auf umfassendere Fragen zu Identität, Wahrnehmung und dem Wesen der Täuschung.
2024
46
1-2
13
36
https://www.stauffenburg.de/asp/books.asp?id=21
Tamar and Judah; Biblical iconography; Identity and Deception; Symbolism of the Veil, artistic representation
Leone, Massimo
File in questo prodotto:
File Dimensione Formato  
Massimo Leone 2024 - Das verschleierte Gesicht der Tamar - Mit Abbildungen - FINAL - Ohne Abbildungen.docx

Accesso aperto

Descrizione: Articolo principale
Tipo di file: PDF EDITORIALE
Dimensione 5.15 MB
Formato Microsoft Word XML
5.15 MB Microsoft Word XML Visualizza/Apri

I documenti in IRIS sono protetti da copyright e tutti i diritti sono riservati, salvo diversa indicazione.

Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/2318/2116473
Citazioni
  • ???jsp.display-item.citation.pmc??? ND
  • Scopus ND
  • ???jsp.display-item.citation.isi??? ND
social impact